{"id":64,"date":"2018-01-12T13:52:30","date_gmt":"2018-01-12T13:52:30","guid":{"rendered":"http:\/\/yakhalden.at\/?page_id=64"},"modified":"2021-02-04T07:41:39","modified_gmt":"2021-02-04T07:41:39","slug":"der-yak-bos-grunniens","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/yakhalden.at\/?page_id=64","title":{"rendered":"Yaks"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">In Regionen, deren extreme klimatische Bedingungen den Lebensraum einschr\u00e4nken, ist die Existenzsicherung des Menschen von Nutztieren abh\u00e4ngig, deren spezielle Anpassungsf\u00e4higkeit an die jeweiligen Bedingungen die Grundlage der Besiedelung bilden. So sichert z.B. der Yak (lat. Bos grunniens, deutsch &#8222;Grunzochse&#8220;) im zentralasistischen Hochland und angrenzenden L\u00e4ndern nach wie vor die Lebensgrundlage der dort lebenden Menschen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dieses vielseitige Nutztier liefert den Menschen in H\u00f6henlagen bis zu 6000 m \u00fcber NN nicht nur Milch, Fleisch, Leder, Haar und Wolle sowie Kot als Brennmaterial und Bodenbelag, sondern steht auch als Last- und Reittier zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Als langj\u00e4hrige und leidenschaftliche Z\u00fcchter dieser einzigartigen Tiere ist es uns ein Anliegen, Freunden und Kunden einen Einblick in die Welt der Yaks zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<h1><span style=\"color: #800000; font-family: 'comic sans ms', sans-serif; font-size: 14pt;\">Unsere Yaks<\/span><\/h1>\n<p>Die Weiden um unseren Hof werden von etwa 35 &#8211; 40 Yaks bewohnt. Diese halten wir in zwei Herden. Die Hauptherde besteht aus Martin, unserem Zuchtstier, und etwa 10 K\u00fchen sowie deren K\u00e4lber. Mit ca. 10 Monaten kommen die Jungtiere in eine zweite Herde, die aus den 1 bis 4-J\u00e4hrigen besteht.<\/p>\n<div id=\"seitenueberschrift\">\n<h1><span style=\"color: #800000; font-family: 'comic sans ms', sans-serif;\">Haltung<\/span><\/h1>\n<\/div>\n<div id=\"c348\" class=\"csc-default\">\n<p class=\"bodytext\">Dem Ursprung der Tiere entsprechend ist die Freilandhaltung die richtige Haltungsform. Durch ihre hohe Anpassungsf\u00e4higkeit sind sie sehr wettertolerant. Minusgrade und Schnee macht den Yaks nichts aus, aber auch in der prallen Mittagshitze zu liegen scheint sie nicht zu st\u00f6ren (obwohl ein schattiges Pl\u00e4tzchen nat\u00fcrlich immer vorhanden sein muss).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-351 alignright\" src=\"http:\/\/yakhalden.at\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/24312419_1055216307951289_7152707268605553621_n.jpg\" alt=\"\" width=\"185\" height=\"247\" srcset=\"http:\/\/yakhalden.at\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/24312419_1055216307951289_7152707268605553621_n.jpg 720w, http:\/\/yakhalden.at\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/24312419_1055216307951289_7152707268605553621_n-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 185px) 100vw, 185px\" \/><span style=\"color: #800000; font-family: 'comic sans ms', sans-serif; font-size: 14pt;\">Die wichtigsten Eigenschaften der Haltung&nbsp;<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"c432\" class=\"csc-default\">\n<ul class=\"csc-bulletlist csc-bulletlist-0\">\n<li class=\"odd\">keine Stallgeb\u00e4ude notwendig&nbsp;<\/li>\n<li class=\"odd\">sehr gen\u00fcgsam im Futter<\/li>\n<li class=\"odd\">hohe Fleischqualit\u00e4t, cholesterinfrei<\/li>\n<li class=\"even\">geringes Gewicht im Vergleich zum Hausrind<\/li>\n<li class=\"odd\">geeignet zur Haltung in Steillagen<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div id=\"c433\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"csc-header csc-header-n3\">\n<h1><span style=\"color: #800000; font-family: 'comic sans ms', sans-serif; font-size: 14pt;\">Freilandhaltung &amp; Futter<\/span><\/h1>\n<\/div>\n<div class=\"csc-textpic csc-textpic-left csc-textpic-below\">\n<div class=\"csc-textpic-text\">\n<p class=\"bodytext\">Aufgrund ihrer Angepasstheit an extreme Standorte sind Yaks leichter zu halten als Rinder, da eine <b>ganzj\u00e4hrige Freilandhaltung&nbsp;<\/b>auch bei geschlossener Schneedecke m\u00f6glich ist. In regenreichen Gebieten haben Yaks aber gerne einen Unterstand.<\/p>\n<p>Yaks sind \u00e4u\u00dferst <b>anspruchslos<\/b> sowohl in der Menge als auch der Qualit\u00e4t des Futters. F\u00fcnf Yaks fressen soviel wie eine Kuh. Sie ben\u00f6tigen <b>kein Kraftfutter<\/b>&nbsp;und geeignet sind auch in die Sukzession \u00fcbergehende Weiden und minderwertiges Heu.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"c306\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"csc-textpic csc-textpic-intext-right\">\n<div class=\"csc-textpic-imagewrap\">\n<h1><span style=\"color: #800000; font-family: 'comic sans ms', sans-serif;\">Zucht<\/span><\/h1>\n<\/div>\n<div class=\"csc-textpic-text\">\n<p class=\"bodytext\">Die Geschlechtsreife wird bei den Yakk\u00fchen mit 18 &#8211; 24 Monaten erreicht,&nbsp; ihre Lebenserwartung betr\u00e4gt 20 \u2013 25 Jahre. &nbsp;Yaks sind ausgesprochen <strong>leichtkalbig<\/strong>. Das Geburtsgewicht betr\u00e4gt 16 \u2013 25 kg. M\u00f6glich sind Kreuzungen zwischen Yaks und anderen Spezies der Gattung Bos (Rinder, Wisent, Zebu etc.). Solche Kreuzungstiere erzielen eine h\u00f6here Milch- und Fleischleistung und sind willige und kr\u00e4ftige Arbeitstiere. Die m\u00e4nnlichen F1-Nachkommen sind jedoch unfruchtbar, wohingegen die weiblichen fruchtbar sind. Die Brunft der Wildyaks tritt i.d.R im Winter auf, so dass die K\u00e4lber im folgenden Herbst geboren werden. Hausyakk\u00fche kalben meist j\u00e4hrlich.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"c305\" class=\"csc-default\">\n<h1 class=\"csc-header csc-header-n2\"><span style=\"color: #800000; font-family: 'comic sans ms', sans-serif; font-size: 24pt;\">Nutzung<\/span><\/h1>\n<p class=\"bodytext\"><u>Yakmilch<\/u>: Die Milchleistung variiert je nach Haltung und F\u00fctterung. In H\u00f6henlagen liegt sie bei rund 2 Litern pro Tag, 4 Liter pro Tag sind das Maximum, bei einem Fettgehalt von 7 \u2013 8% und einem Eiwei\u00dfgehalt von 5,5%. Die K\u00fche werden morgens und abends gemolken. Sie geben ihre Milch aber nur her, wenn sie von den K\u00e4lbern anger\u00fcstet werden. Aus diesem Grund, aber auch um ihre Grundversorgung sicherzustellen, werden sie zu Beginn des Melkvorgangs an das Euter gelassen. Den K\u00e4lbern geh\u00f6rt das Vor- und Nachgemelk. Wir selbst melken unsere Yaks nicht, da wir Mutterkuhhaltung betreiben und die Jungen bis zu 10 Monaten bei ihren M\u00fcttern bleiben.<br \/>\n<u><br \/>\nYakfleisch<\/u>: Yakfleisch zeichnet sich durch einen hohen Protein- (20 \u2013 25%) und Vitamingehalt aus. Infolge seiner Zusammensetzung beh\u00e4lt getrocknetes Yakfleisch \u00fcber Jahre seinen N\u00e4hrwert. Yakfleisch ist wohlschmeckend, zart und sehr mager, da das Fett in den \u00e4u\u00dferen Hautschichten eingelagert wird, und so leicht abgetrennt werden kann. Das Geburtsgewicht der K\u00e4lber betr\u00e4gt etwa 20 kg, die t\u00e4glichen Zunahmen liegen bei ca. 141g.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Neben dem Fleisch und ger\u00e4ucherten Yakw\u00fcrsten verwerten wir auch die Innereien zu traditionellen Gerichten, wie Beuschel. Die Knochen werden ausgekocht zu einer deftigen Rindsuppe.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das Fleisch kann wirtschaftlich nur \u00fcber Direktvermarktung vermarktet werden.&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p><u>Felle und H\u00f6rner:<\/u>&nbsp;Die Felle lassen wir gerben. Diese eignen sich hervorragend als besonderer Teppich im Wohnzimmer und sind auch als Wanddekoration ein toller Hingucker. Yakschweife sind beliebte Accessoires f\u00fcr Perchten und andere Faschingskost\u00fcme. Sch\u00e4del und H\u00f6rner werden ausgekocht und ebenfalls als Dekoration verwendet.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<div id=\"c305\" class=\"csc-default\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Regionen, deren extreme klimatische Bedingungen den Lebensraum einschr\u00e4nken, ist die Existenzsicherung des Menschen von Nutztieren abh\u00e4ngig, deren spezielle Anpassungsf\u00e4higkeit an die jeweiligen Bedingungen die Grundlage der Besiedelung bilden. So sichert z.B. der Yak (lat. 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